

MagicWild unterstützt das Wolfsprojekt des WWF Schweiz
Wie fast alle Naturflächen in Europa sind auch die Alpen keine Wildnis, sondern ein vom Menschen geformte Landschaft. Alles wurde in der Vergangenheit gnadenlos ausgerottet, was den Bewohnern Angst einflösste oder als Konkurrenz betrachtet wurde. Alle Raubtiere verschwanden, aber auch der Hirsch und der Steinbock mussten später wieder in die Alpen gebracht werden. Im Moment erleben wir eine wichtige Phase. Grössere Tiere wie die Geier und der Luchs wurden ausgewildert, und der Fischotter und Biber könnten bald auch wieder in den Voralpen leben. Dies wird nicht von allen akzeptiert, so dass der Lebensraum argwöhnisch überwacht wird und immer wieder Luchse legal oder illegal gejagt werden. Doch noch mehr Aufruhr verursachen die wenigen Wölfe und Bären,die von anderen Alpengegenden in die Schweiz einwandern. Bis jetzt konnten sie wegen der tödlichen Abwehr trotz vieler Unterstützungsmassnahmen nicht Fuss fassen. Wir Menschen stehen vor einer Entscheidung: Teilen wir unseren Lebensraum wieder mit allen Tieren, die das Recht haben, hier zu sein, oder fahren wir weiter wie bisher, unsere Umwelt so zu gestalten wie sie uns am besten passt? Vor dieser Frage steht die ganze Welt; und die wenigen verbliebenen Wildtiere warten darauf, dass der Mensch endlich den Schritt macht zur Einsicht, dass die alte und jetzige Haltung "Alles gehört uns" bald zum Ende der letzten Wildnis führen wird. Unser Umgang mit den Wölfen und Bären ist eine Möglichkeit, darüber nachzudenken und zu lernen, für Berge voll von wilder und lebendiger Schönheit.

MagicWild ist deshalb neben einem Foto- auch ein
Naturschutzprojekt. Der Druck auf die weniger genutzten und wilderen Täler
und Berge steigt und steigt. Viele Menschen suchen Erholung und Spass, andere
möchten Geld verdienen, was zu Unruhe, Verkehr und Bautätigkeit in den Alpen
ohne Ende führt. Eine Diskussion mit allen Bergbewohnern und -nutzern ist
wichtig, um einen Konsens zu finden, der uns die Alpen in ihrer Schönheit erhält,
aber ein Einkommen und Nutzung trotzdem möglich macht.
